Le Havre

      Kommentare deaktiviert für Le Havre

Le Havre Marcel Marx lebt In der französischen Hafenstadt Le Havre mehr schlecht als recht als Schuhputzer. Er ist mit einer gütigen aber schwerkranken Frau und vielen Freunden gesegnet. Obwohl er überall in der Kreide steht, helfen ihm die Bäckerin, der Gemüsehändler und die Barfrau, als er einen afrikanischen Jungen vor der Behörde versteckt. Sogar der brummige Polizeiinspektor drückt beide Augen zu.
Aris Kaurismäki hat einen ungewöhnlichen Streifen kreiert mit markanten Typen anstatt geschniegelter Schönlinge. Man kann gut nachvollziehen, warum sich der alte Marcel Marx so um diesen schwarzen Jungen kümmert. Deren gemeinsame Szenen sind dann auch die Stärksten des Films. Gegen Ende wird man dann nochmals überrascht, aber mehr kann ich hier nicht verraten. Was allerdings die Anlehnungen an die Moderne hier soll (Al Quaida und das Handy), erschließt sich mir nicht ganz. Das passt in einen Klamaukfilm, nicht aber in dieses melancholische Machwerk.
Trotzdem schwingt Le Havre sehr auf der Schwelle zur großen Langeweile, so man sich nicht voll auf die Geschichte einlassen kann.