Der Medicus

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Der Medicus Der junge Engländer Rob Cole muss mit ansehen, wie seine Mutter an einer bis dato nicht heilbaren Krankheit stirbt. Er kommt bei einem Bäder unter, der ihn Grunddinge der Heilkunst lehrt. Eines Tages erfährt er von einem berühmten Arzt im Orient. Er hat sich in den Kopf gesetzt dessen Schüler zu werden und schlussendlich die Krankheit heilen zu können, die seine Mutter und so viele andere Menschen dahingerafft hat.
Mit großem Brimborium angekündigt muss der Medicus nun halten, was er verspricht. Die Anfangszeit des heranwachsenden Rob wird sehr schnell abgehandelt und so auch vieles auf Kosten der Charakterzeichnung ausgelassen. Auch die eigentliche Reise ins ferne Isfahan überspringt man einfach, dabei hätte man daraus eine sehr spannende Episode kreieren können. Stattdessen verläuft einfach alles sehr hollywoodmäßig (obwohl eine deutsche Produktion) glatt gebügelt, dass sich schnell Enttäuschung breit macht. Die Geschichte selbst dürfte vielen Lesern Bekannt sein und ist über jeden Zweifel erhaben – an der Umsetzung hapert es dafür gewaltig. Komischerweise wird der Film trotz Vorhersehbarkeit nicht besonders langweilig und die Spielzeit vergeht schneller als erwartet – dafür sorgen vor allem die gewaltigen Bilder. Das Kino muss man deswegen aber trotzdem nicht zwingend aufsuchen.