Der Junge im gestreiften Pyjama

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Der Junge im gestreiften Pyjama Der 8-jährige Bruno weiß nichts von der Politik seines Landes und somit auch von der Endlösung oder dem Holocaust. Ihn beschäftigt viel mehr der Umzug von seinem Zuhause in Berlin und seinen Freunden in eine öde Gegend.Das Land verlangt den Umzug von seinem Vater, denn dieser dient nunmal der Armee. Da sich dort keine Freunde finden, geht er auf Entdeckungstour und begegnet dem gleichaltrigen Schmuel, der in einem gestreiften Pyjama auf einem eingezäunten „Bauernhof“ lebt. Doch die unbarmherzige Geschichte holt auch die beiden in einem spannenden Finale ein.
Nie zuvor hat es jemand gewagt, eine fiktive Geschichte über das dunkelste Kapitel des Dritten Reichs zu erzählen. Aber die vorliegende ist so dermaßen echt, dass der Zuschauer ob der gewaltigen Schluss-Sequenz vor Beklemmung erschaudert. Dabei hätte dem Film hie und da eine etwas schnellere Erzählgeschwindigkeit gut gestanden.
Herausragend die Leistungen des Hauptdarstellers (wie er mit kindlicher Unbekümmertheit an die Schrecken der Konzentrationslager herangeht), der ebenso wie sein Jüdischer Freund von Laiendarstellern (!) verkörpert werden. Der Junge im gestreiften Pyjama beleuchtet neben dem Holocaust auch die Rolle der Frau, die sich für politische Dinge nicht zu interessieren hat. Außerdem werden Lehrmethoden aufgezeigt, die einer Gehirnwäsche gleich kommen. Ein wirklich sehenswertes Werk mit glänzenden Darstellern.