Der Mongole

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Der Mongole Der Mongole beschreibt das Leben von Temudgin, und dessen Aufstieg zum Dschingis Khan. Das Volk ist zerrissen und nicht jeder hält sich an Tradition und Ehrenkodex, so wählt der junge Temudgin seine Braut aus und erlebt allerhand Abenteuer, bevor er endlich zum Khan aufsteigen und SEINE Gesetze durchsetzen kann.
Der Mongole punktet mit prächtigen Kulissen und vor allem mit einem frischen Thema. Der Russische Regisseur Sergei Bodrov versucht uns während dieser fast 130 Minuten vor allem die Mongolische Kultur näher zubringen, was in Ansätzen gelingt. Die Großkampfsequenzen wirken dafür recht lächerlich. Der Streifen kommt nur sehr gemächlich in Schwung und behält überwiegend seine ruhige Erzählform bei. Leider ermüdet das den Zuschauer zusehends. Einige Haarsträubende Sprünge und übersinnliches Blabla tragen nicht zur Stimmung bei. Möglicherweise wäre es interessant gewesen zu sehen, wie Temudgin nach seiner Gefangenschaft ein Gefolge um sich scharrt, stattdessen werden Kleinigkeiten ausgiebig breitgetreten.
Das schlimmste, was man dem Mongolen vorwerfen muss ist, dass er keine konkrete Zielgruppe anspricht: Für ein Schlachtenepos fehlen taktische Hintergründe und Finessen, Für ein Drama fehlt eindeutig Gefühl und für einen großen Historischen Film fehlt das Charisma der Hauptdarsteller, deren Getue sich auf markige Worte beschränkt… wo Erklärungen versagen, wird einfach Übersinnliches eingestreut.
Fazit: langatmig und recht enttäuschend.