Tarek wird mit einem Sprengsatz, den er am Körper trägt nach Jerusalem gebracht, wo er auf dem Markt möglichst viele Menschen mit in den Tod reißen soll. Er und seine Komplizen, die den Sprengsatz auch fern steuern können sind wild entschlossen, ihre Tat auszuführen. Als Tarek den Zündknopf betätigt, bleibt allerdings die Explosion aus. Er findet bei Katz, einem kleinen Elektrobastler die Möglichkeit, den defekten Schalter auszutauschen. Während er zwei Tage auf den bestellten Schalter wartet, muss er seine Mittäter überreden, den Sprengsatz nicht fern zu zünden. Im Laden gegenüber lernt er die junge und sehr hübsche Keren kennen, die Probleme wegen ihrer freizügigen Denkweise und Kleidung bekommt. Tarek aber scheint sie zu verstehen und so freunden sich die beiden langsam an.
Die heikle Geschichte mit den Arabischen Attentätern in Israel ist sicher mutig gewählt. Leider wurde hier die Chance vertan, auf die politische Situation näher einzugehen. Stattdessen drängt sich die leichte Romanze zwischen Tarek und Keren in den Vordergrund, was den Film arg glattgebügelt und leicht konsumierbar macht. Eine gewisse Spannung kann man alles für meinen Vater nicht absprechen, denn die Momente, in denen der Zuschauer nicht weiß, ob der Sprengsatz nun zündet oder nicht sind recht intensiv.
Eine weitere Schwäche ist stellenweise der Unrealistischmus, der in einer Komödie gut aufgehoben ist, hier aber nur stören (Tarek läuft tagelang mit den gleichen Klamotten rum und müsste schon stinken wie eine Ratte im Abwasserkanal – Keren bemerkt von dem Sprengsatz nichts, trotzdem sie Tarek auf dem Fahrrad fast umklammert und natürlich der Auftritt des dümmlichen Polizisten).
Mäßiger Film




