Im Labyrinth des Schweigens

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Im August in Osage County Im Deutschland Ende der 50er geht es wieder aufwärts. Und die zurückliegenden Gräueltaten geraten langsam in Vergessenheit. Als eines Tages ein Journalist einen ehemaligen KZ-Aufseher wiedererkennt wird kurz darauf der junge Staatsanwalt Radmann sensibilisiert, das Geschehene an die Öffentlichkeit zu bringen und ehemalige Nazigrößen anzuklagen. Er scheint einen aussichtslosen Kampf begonnen zu haben.
Ein sehr brisantes Thema wird hier umgesetzt. Man befasst sich zwangsläufig mit der Materie und wie bei vielen anderen Thesen ist hier die Wahrheit weder Schwarz noch weiß, sondern irgendwo dazwischen. Das Ensemble spielt sich dabei förmlich in einen Rausch, was die Spannungskurve merklich ansteigen lässt. Einziger Schwachpunkt hier ist ausgerechnet der Hauptdarsteller Andreas Fehling, dem man sein Gebahren nicht abnimmt. Ab Filmmitte wird es dann etwas besser (oder hat man sich etwa daran gewöhnt?).
Ein imposanter Film, der mit einem glaubwürdigeren Hauptakteur noch einen Tick besser hätte werden können.