Sung-Hyung Cho präsentiert uns nach Full Metal Village einen weiteren Dokumentarfilm. In ihrer Heimat Südkorea gibt es das sogenannte „Deutsche Dorf“, in dem sich Südkoreanerinnen mit ihren Deutschen Ehemännern ansiedeln, nachdem sie 30 und mehr Jahre in Deutschland als Krankenpfleger gearbeitet haben.
Das Dorf besteht aus sehr deutsch aussehenden Häusern, akkurat geschnittenen Hecken und Blumenbeeten, Holzzäunen und was sonst noch das deutsche Hausbesitzerherz begehrt.
In ihrer sehr eigenen typischen Art merkt der Zuschauer sofort die Handschrift von Sung-Hyung Cho, denn sie lässt ihre „Darsteller“ vor der Kamera einfach reden und agieren. So bleibt die ganze Autenzität bestehen und die unfreiwillige Komik der Rentner mit ihren urdeutschen Tugenden und Macken kommen ungefiltert zur Geltung.
Ein Film, der sich schwer, mit anderen Filmen vergleichen lässt – zu eigen ist die Geschichte, die leider nicht durchweg unterhalten kann und einige Atempausen gönnt, ganz wie das Alter selbst.




