Helene (Sandrine Bonnaire) verdient ihr Geld als Zimmermädchen im Hotel und als Putzfrau beim kauzigen Dr. Kröger (Kevin Kline) und hat sich mit ihrem Leben abgefunden. Ihre Liebe brennt zwar nicht und der Verdienst ihres Mannes reicht gerade mal aus, um über die Runden zu kommen. Alles ändert sich, als sie beim Bettenmachen im Hotel ein Pärchen auf dem Balkon beobachtet, das beim Schachspielen Zärtlichkeiten austauscht. Helene kehrt in sich und denkt über den Sinn ihres Lebens nach. Sie beschließt, das Königsspiel zu lernen. Nachts übt sie allein am Schachcomputer. Und einmal die Woche lehrt ihr Dr. Kröger die Feinheiten. Klar, dass dabei ihre Familie und ihre Pflichten zu kurz kommen.
Beeindruckend, mit welcher Mimik und Gedankenverloren Sandrine Bonnaire die Helene verkörpert. Der Zuschauer kann fömlich nachvollziehen, was in ihr vorgeht. Wer hat nicht schonmal darüber nachgedacht auszubrechen, oder etwas eigenes für sich alleine zu finden, das sein Leben erfüllt und wobei er aufgehen kann. Wenngleich die ruhige Geschichte zumeist vorhersehbar daher kommt, wird sie in tollen emotionalen Bildern eingefangen.




