Im AKW Tschernobyl ereignete sich 1986 ein katastrophaler Unfall. In der benachbarten Stadt Prypjat wohnten einst die Arbeiter und Angehörigen, die bei Eintritt der Katastrophe panikartig die Flucht ergreifen mussten. Zurück bleibt eine Geisterstadt. 25 Jahre später macht sich eine Gruppe junger Amerikaner auf den Weg zu diesem Extremtourismus. Der Fremdenführer Juri führt die Gruppe auf das Gelände. Natürlich muckt der Bus, als es an die Rückfahrt geht und sie die Nacht in ebendiesem verbringen müssen. In der Dunkelheit scheint das Gelände dann doch nicht mehr so verlassen.
Das Spannende und Interessante an dem Film ist zweifellos der Schauplatz in der Nähe des alten Atomkraftwerks. Die beklemmende Stimmung und Tristesse sind nahezu unbeschreiblich. Im Gegensatz zu vielen anderen ähnlich gelagerten Streifen verzichtet Chernobyl Diaries gänzlich auf Humor, aber auch auf die explizite Darstellung von Gewalt. Das sorgt für düstere Hochspannung und reichlich Schockmomente. Dazu wirkt die Geschichte sehr lange überaus realistisch (wenn man mal von dem albernen Braunbären absieht) und auch das Handeln der Protagonisten ist hier durchaus nachzuvollziehen. Diesen Tourismus gibt es tatsächlich und die Vorstellung, dass dort missgebildete Menschen weiterhin verbotenerweise gelebt haben liegt so fern nicht – Empfehlung!




