Avatar

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Avatar Pandora ist die Heimat der Na’vi, eines naturverbundenen Volkes von gertenschlanken, blauen Wesen, die an Elfen erinnern. Ihr Planet wird vom Mensch bedroht, da der Boden unter dem Heiligtum der Na’vi, dem „Mutterbaum“ wertvolle Rohstoffe birgt. Den Na’vi wird angeboten, sie umzusiedeln, um einen bewaffneten Konflikt zu vermeiden. Dazu schlüpft der Ex-Marine Jake Sully (Sam Worthington) in den Körper eines gezüchteten Na’vi, fortan sein Avatar. Mit Hilfe der modernen Technik wird Jakes Bewusstsein in den Körper transferiert. Als Na’vi soll er sich unters Volk mischen, Informationen sammeln und letztendlich das Volk zur Umsiedelung bewegen. Je mehr Jake über die Na’vi erfährt, umso mehr fühlt er sich als einer von ihnen. Der Konflikt ist unausweichlich.
Storymäßig wird der Zuschauer sofort an die Ewoks, Star Wars und Co. erinnert… primitives Naturvolk widersetzt sich hoch technisiertem Waffenwahnsinn. So bietet Avatar in der Beziehung eine wenig überraschende Geschichte, die aber von den unglaublichen visuellen Effekten lebt. Die 3D-Effekte wurden hier nicht so plakativ, wie in früheren Produktionen eingesetzt, sondern fast schon beiläufig und dadurch auch sehr viel realistischer. Das Auge bekommt hierbei die Vollbedienung was grelle Farben und zauberhafte Welten angeht. Das ist überzeugend, aber in seiner Länge auch anstrengend. Das Finale beschert dann eine gewohnte Materialschlacht, die allerdings ihren Reiz besitzt.
Für weniger gelungen halte ich die politischen Botschaften und historischen Kontexte, die hier nicht so recht passen wollen.
James Cameron schaffte hier mit immensem Aufwand einen cineastischen Meilenstein, der seine Schwächen im Storyboard ausreichend gut kaschieren kann.