Angéle und Tony

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Angele und Tony Wegen einer Kontaktanzeige treffen sich die haltlos wirkende Angèle (Clotilde Hesme)und der Fischer Tony (Grégory Dagebois). Tony taucht spät auf, da er sich nichts von dem Treffen verspricht. Zu jung, zu hübsch und zu anders ist die 27-Jährige, als dass sie sich wirklich für den einfachen etwas korpulenten Mann interessieren könnte. Doch Angèle hat genug von den üblichen Bekanntschaften und schnellem Sex. Sie sucht bürgerliche Existenz, gesichertes Auskommen in geordnete Verhältnisse. Eine Heirat würde auch ihre Chancen verbessern, ihren Sohn zurückzubekommen, der ihr entzogen wurde wegen ihres kriminellen Lebenswandels. Angèle nistet sich bei Tony ein, indem er sie in dem kleinen Fischereibetrieb einstellt und die beiden kommen sich immer näher.
In sehr getragener Erzählform entwickelt sich diese unterschwellige Geschichte, bei der erst nach und nach die Hintergründe unserer Figuren ans Tageslicht kommen. Die düstere Grundstimmung wird dadurch noch verstärkt, dass erst nach einer guten Stunde das erste Lachen auf einem Gesicht zu sehen ist. Die Geschichte entwickelt sich anders, als man das von der Beschreibung her vermutet hätte. Wer sich einem solch leisen Film hingeben mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Mir war das Ganze doch ein wenig zu unausgesprochen, zäh und langatmig.