Videospiele beugen Depressionen vor

Die Wissenschaft beweist: Spiele sind für unsere Vernunft und unser Bewusstsein sehr nützlich, da sie einen wesentlichen Beitrag zu unserer Selbstentwicklung leisten. Was dabei noch wichtig ist, stimulieren Videospiele das Gehirn und senken das Depressionsrisiko.

Der erste Wissenschaftler, der sich mit dieser Idee beschäftigt hat, war Brian Sutton-Smith. In der Mitte des 20. Jahrhunderts befasste er sich mit den psychologischen Aspekten von Spielen und bemerkte, dass Menschen beim Spielen selbstbewusster und energischer werden sowie starke positive Emotionen erleben. 

Seit dieser Zeit erschienen viele Forschungen, die bemerkenswerteste davon ist die Studie von der Stanford Universität. Die Ergebnisse zeigten, dass durch das Videospiel zwei Hirnregionen ständig stimuliert werden – diejenige, die Motivation kontrolliert, und diejenige, die uns einen Impuls gibt, neue Ziele zu erreichen. Eigentlich sei es zu betonen, dass bei der Depression genau diese Hirnregionen nicht genug stimuliert werden.

Alle modernen Spiele sind so konzipiert, dass man gezwungen ist, ständig neue Dinge zu erlernen. Das erste Level ist immer einfach, wobei die Aufgaben mit jedem neuen Level immer komplizierter werden. Neue Erfahrungen sind hier der Schlüsselfaktor für das steigende Interesse der Spieler. Und genau dies ist auch das Geheimnis, warum Videospiele so viel Vergnügen machen. Wenn die Komplexität des Spiels nicht steigt, verschwindet die Aufregung des Spielers und er hört damit auf. Solange das Spiel jedoch von dem Spieler Fleiß und Konzentration erfordert, wird der Hippocampus in den Prozess einbezogen, so bleibt das Spiel Spaß bringen. Aus diesem Grund erdenken die Hersteller immer neue spannende Spiel-Features so wie Puzzles, Rätsel, Freispiele, versteckte Gegenstände und Bonusrunden.

Natürlich schlägt niemand vor, Depression ausschließlich mit Videospielen zu heilen. Aber die Weise, wie Videospiele unsere Laune beeinflussen können, ist doch erstaunlich. Videospiele können Kreativität entwickeln (Minecraft), Lösungen finden (Portal), Stressresistenz erhöhen (League of Legends) und sogar die Beziehungen in der Familie verbessern (Scrabble). Somit ist Gaming kein nutzloser Zeitvertreib, sondern ein echtes Training. Wollen wir spielen?