Die verschiedenen Spielearten

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Spielen. So viele, dass es uns gar nicht bewusst ist. Bei Langeweile oder einem Besuch von Freunden greifen wir zumeist auf Bekanntes zurück. Dieser Beitrag hilft uns dabei, unsere Spieleleben etwas abwechslungsreicher zu gestalten. So sind wir uns bewusst, wie viel Abwechslung es im Bereich der Spiele gibt. Und wer weiß, vielleicht entdecken wir noch weitere Lieblingsspiele?

Was macht ein Spiel überhaupt zu einem Spiel?

Wenn wir uns mit dem Thema Spiele beschäftigen, müssen wir erst klären, was ein Spiel überhaupt ist. Diese Frage zu beantworten ist nicht so einfach. Was wir jedoch wissen ist, dass es verschiedene Elemente gibt. Diese sind in allen Spielen vorzufinden. Zunächst gibt es Regeln. Diese Spielregeln müssen von allen Spielern befolgt werden. Zudem hat jedes Spiel Wettbewerbscharakter. Die Spieler oder Teams treten gegeneinander an. Das Spiel endet mit einem Gewinner und Verlierern. Zuletzt ist dem Spiel ein klares Ende gesetzt. Dies ist in den Spielregeln festgelegt. X muss passieren, damit ein Spieler/Team gewinnt.

Wie können Spiele klassifiziert werden?

In welche Kategorie man ein Spiel einordnet, kann unterschiedlich sein. Viele gehen von den Mitteln aus, die wir zum Spielen benötigen. Für Kartenspiele brauchen wir Karten. Für Mannschaftsspiele benötigen wir eine Mannschaft. Einen Computer brauchen wir wiederum für Computerspiele. Dann gibt es jedoch auch die Klassifizierung nach der benötigten Strategie. Ganz eindeutig ist für ein Strategiespiel eine Strategie anzuwenden. Für ein Glücksspiel hingegen brauchen wir Glück. Geschicklichkeitsspiele bedürfen jeder Menge Geschicklichkeit.

Dann gibt es noch die duale Unterscheidung zwischen Gruppenspielen und Einzelspielen. Solitäre kann alleine gespielt werden, Verstecken hingegen bedarf mindestens zweier Spieler. Auch wer spielt, kann als Kriterium herangezogen werden.

Kinderspiele werden von Kindern gespielt. Erwachsenenspiele von Erwachsenen. Zuletzt können Spiele auch nach ihrem Ziel beziehungsweise der Spielweise klassifiziert werden. Sowohl Monopoly als auch Die Siedler von Catan können somit als Wirtschaftsspiele bezeichnet werden.

Aufgrund dieser unterschiedlichen Klassifizierungsmöglichkeiten kann ein und dasselbe Spiel in verschiedenen Kategorien unterkommen. Mensch ärgere Dich nicht ist nicht nur ein Gruppenspiel, sondern auch ein Brettspiel. Strenggenommen ist es zudem ein Würfelspiel. Wenn man es so sehen will, handelt es sich hierbei auch noch um ein Glücksspiel mit einem gewissen Element des Strategiespiels.

Kartenspiele

Wie der Name bereits vermuten lässt, werden Kartenspiele mit Karten gespielt. Zumeist handelt es sich hierbei um reine Kartenspiele. Es gibt jedoch auch Mischformen. Das bedeutet, dass neben Karten auch noch weitere Mittel verwendet werden. Diese dürfen jedoch nicht im Vordergrund stehen. Kartenspiele werden somit hauptsächlich mit Karten gespielt. In Deutschland werden diese übrigens seit über 500 Jahren im Thüringer Altenburg hergestellt. Die erste schriftliche Erwähnung eines Kartenspiels wurde in chinesischen Aufzeichnungen aus dem 9. Jahrhunderts gefunden.

Sport

Joggen gilt zwar weniger als ein Spiel, viele weitere Sportarten jedoch schon. Ob Mannschaftsspiele wie Basketball oder Einzelsportarten wie Judo, es handelt sich hierbei um Spiele. Viele Sportarten erfüllen die drei Kriterien: Regeln, Wettbewerb und klarer Sieger. Wenn wir uns Fußballspiele im Fernsehen ansehen, werden wir ebenfalls zum Teil des Spieles. Zwar können wir selbst nichts am Ausgang des Geschehens bewirken, verhalten uns jedoch oft so, als würden wir es tun. Ist Mitfiebern an sich ein Spiel? Nicht wirklich, aber Spaß macht es trotzdem.

Pantomimespiel

Beim Pantomimespiel, besser bekannt als Scharade, handelt es sich um ein Gesellschaftsspiel. Mehrere Spieler, die Teams bilden, treten gegeneinander an. Begriffe werden auf Zettel geschrieben und müssen von den Gegenspielern ihrem Team durch Körperbewegungen beschrieben werden. Wird der Begriff vom Team richtig erkannt, erhält dieses einen Punkt. Inwieweit Tabu ebenfalls zum Pantomimespiel gehört, ist fraglich. Hier wird schließlich nicht durch Bewegungen, sondern durch Worte ein Begriff erklärt. Aufgrund der Mittel, die verwendet werden, fallen Scharade und Tabu hingegen in dieselbe Kategorie.

Schreibspiele

Eines der bekanntesten Schreibspiele ist Stadt, Land, Fluss. Mehr als Papier und Stift benötigen wir nicht, um dieses Spiel spielen zu können. Und da wir etwas aufschreiben, ist es eben ein Schreibspiel. Das Galgenmännchen ist ebenfalls ein Schreibspiel. So auch Schiffe-versenken und Tic-Tac-Toe. Letzteres wurde bereits im 12. Jahrhundert gespielt. Es hat sich also schon lange gehalten.

Glücksspiele

Immer dann, wenn ein Spiel mehr Glück als Verstand bedarf, handelt es sich um ein Glücksspiel. Nein, so einfach können wir das nicht sagen. Schließlich gibt es auch Kartenspiele wie Poker, die sowohl Glück als auch Geschick benötigen. Und so gesehen gehört wohl bei den meisten Spielen ein wenig Glück dazu, um zu gewinnen. Und wenn es auch nur Würfelglück ist. Trotzdem sind Spiele außerhalb von Casinos natürlich ganz besonders sichere Glücksspiele, da es keines Geldeinsatzes bedarf. Wenn es um das Glücksspiel geht, gibt es zudem auch regionale Unterschiede. In Bayern ist Schafkopfen sehr beliebt. In Frankreich wird gerne Baccarat gespielt. Aufgrund von Online Casinos verschwimmen jedoch diese internationalen Glücksspielgrenzen immer mehr. In unseren Wohnzimmern halten immer mehr auch Glücksspiele Einzug, die in anderen Ländern beliebt sind.

Brettspiele

Für ein Brettspiel brauchen wir ein Brett? In diesem Fall bezieht sich die Bezeichnung nicht direkt auf das benötigte Mittel. Brettspiele werden zwar mit einem Brett gespielt, doch dieses ist bedruckt. Das Aufgedruckte oder Aufgemalte ist das Spiel. Pandoria ist ein Brettspiel. Dieses beinhaltet jedoch mehrere verschiebbare Bestandteile. Das Brett ist nicht komplett als solches vorhanden, sondern muss erst gelegt werden. Diese Art des Brettspiels ist eine recht neue Erfindung. Das älteste uns bekannte Brettspiel heißt Senet. Es wurde bereits zirka um 3100 v. Chr. im alten Ägypten gespielt.

Computerspiele

Es wird im Internet etwas darüber gestritten, ob Pong tatsächlich das allererste Computerspiel ist. Manche behaupten, Computer Space von Nutting Associates wurde 1971 veröffentlicht. Somit wäre es ein Jahr vor dem berühmten Pong des Physikers William Higinbotham an den Markt gelangt. Andere sagen hingegen Pong wurde bereits 1958 entwickelt, aber eben erst 1972 veröffentlicht. Ganz gleich, wer recht hat, Computerspiele haben sich seit ihrem Anfang stark verändert. Dank technischen Fortschritten sind sie wesentlich komplexer geworden. Wir können sie alleine spielen oder mit anderen Spielern zusammen. Ihre Grafiken sind mittlerweile fast so real wie die wahre Welt. Und auch in Zukunft können wir uns auf viele neue Erfindungen freuen.

Die Liste könnte noch weitergehen…

Unsere Liste der verschiedenen Spielearten könnte noch um einiges länger sein. Leider fehlt uns hierfür jedoch der Platz. Hoffentlich gibt uns das bereits Erwähnte einen Anreiz nach neuen Arten von Spielen zu suchen. Langeweile wird uns dank dieses Wissens niemals aufkommen. Ob alleine oder mit mehreren, Spielen macht Spaß und ist ein toller Zeitvertreib.