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Spielekritiken

Hier findet ihr eine alphabetisch sortierte Liste meiner Spielekritiken. Zumeist handelt es sich dabei um Ersteindrücke und Impressionen zu diversen Spielen - beschrieben in zwei drei Sätzen plus Benotung.

Ausführliche Spielerezension sind mit dem Zusatz "Spielekritik" gekennzeichnet. Diese sind auch auf www.hall9000.de zu finden.

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24/7 - Sunriver Games 2006

24/7 - Sunriver Games 2006Nach dem Erfolg mit Havoc 2005 präsentierten Sunriver Games auf der Spiel 2006 den Nachfolger: 24/7. Ein abstraktes Legespiel mit wundervollem Material. Steine mit den Werten 1-10 gilt es so anzulegen, dass eine Reihe mit dem Wert 7 oder 24 entsteht. Weiterhin gibt es Punkte für aufsteigende Zahlenreihen oder gleiche Werte nebeneinander. Die Punkte werden als Strichliste notiert und bei Spielende addiert. Da keine Reihe mehr als 24 Punkte haben darf, werden Felder auf die kein Stein mehr gelegt werden kann mit einem roten Glasstein abgedeckt. Dadurch werden auch andere potenziell punktbringende Reihen zerstört. Vergleiche mit Zatre drängen sich auf, allerdings hat man hier mehr Kontrolle, da man seine 5 Steine immer vor sich stehen und somit eine gewisse Auswahlmöglichkeit hat. Eine Partie dauert kaum länger als 20-30 Minuten und fordert förmlich eine Revanche heraus. Leider konnte ich noch nicht die Partnervariante testen, die mit einer kleinen Regelergänzung aufwarten kann. Alles in allem ein sehr schönes Spiel, das stärker als Zatre ist. Wer abstrakte Spiele mag, gerne Zählt und optimiert wird 24/7 lieben.

 

Abenteuer Menschheit - Kosmos 2002

Abenteuer Menschheit - Kosmos 2002 Nach Siedler von Nürnberg und den ganzen anderen Erweiterungen und Varianten haben wir hier eine weitere Siedlerabwandlung, die inhaltlich mit einigen Änderungen zum klassischen Siedler von Catan aufwarten kann. Die Anordnungen auf dem Spielplan sorgen dafür dass eine bestimmte Abfolge der Entwicklung garantiert werden. Das ist aber auch der Hauptgrund, warum das Spiel recht statisch wirkt. Ein weiterer Schwachpunkt: Wer vom Start schlecht weg kommt, weiß schon recht früh dass er keine Chance auf die vorderen Plätze im Spiel haben wird. Schwacher Durchschnitt.

 

Adios Amigos - Pegasus 2009

Adios Amigos - Pegasus 2009 Für den Liebhaber von Hektikspielen a la Ligretto: Adios Amigos. In jeder Runde liegen von allen Spielern 3 „Amigos“ aus. Diese weisen jeweils zwei Zahlenwerte auf. Nun gilt es möglichst schnell seine Punktechips auf den Amigos der Gegner zu platzieren, allerdings muss der Chip der Differenz beider Zahlen entsprechen. Durch Einsatz einer Patrone dürfen alle Spieler zwei weitere Chips zufällig aufdecken, durch Einsatz der Sprengladung darf ein Amigo unschädlich gemacht werden während die anderen Spieler eine kurze Pause einlegen müssen. Bei Rundenende bekommt man alle fremden Amigos, auf denen man einen Chip platzieren konnte, sowie Zusatzpunkte, wenn man noch einen Überlebenden Amigo hat.
Das Ganze spielt sich in 20 Minuten locker weg und sorgt in der richtigen Runde für Begeisterung, hohen Lärmpegel und Spielspaß pur. Wem solche Spiele nicht liegen, der sollte einen großen Bogen um Adios Amigo machen. Wie soll ich das in Punkte fassen? Ich habe lange überlegt, aber weil die Punktevergabe meine persönliche Meinung darstellt, vergebe ich den einen Gnadenpunkt... bitte bitte nie wieder!

 

Aggersborg - Spielteufel 2005

Aggersborg - Spielteufel 2005 Ein Spiel, das in der Wikingerzeit angesiedelt ist. Der Spielplan schaut aus wie eine Bleistiftzeichnung und das Material macht den Eindruck eines Prototypen. Zu dem stolzen Preis (um die 40 €) darf man auch von einem Kleinverlag mehr erwarten. Das Spiel selbst ist sehr abstrakt und erfordert viel Übersicht, die man bei der ersten Partie natürlich noch nicht hat. Ein "Liebhaberspiel"

 

Agricola - Lookout Games 2007

Agricola - Lookout Games 2007 Das ist es nun also... das nach der Messe Essen 2007 am meisten gehypte und am höchsten gehandelte Spiel. Das Material ist dermaßen üppig, dass man mit dem Aufbau alleine schon eine gute Zeit beschäftigt ist. Wahnsinn, was uns der Verlag hier fürs Geld zu bieten hat. Schon die  "Familien - Version", die vom Verlag für Neulinge empfohlen wird um den Ablauf kennen zulernen macht recht viel Spaß. Kommen dann auch noch die Ausbildungen und Anschaffungen dazu, entfaltet das Spiel seine ganze Pracht. Spielerisch gesehen ist das Spiel eigentlich recht einfach. Grob gesagt: Arbeiter platzieren und die dort vorhandenen Rohstoffe einsacken bzw. die dort zu vergebende Aktion durchführen. Es gibt sehr viele Bereiche, die es zu beachten gilt, denn in jedem Bereich, in dem ich mich überhaupt nicht entwickelt habe bekomme ich einen Minuspunkt. Bei Ergebnissen von um die 25-30 Punkten sind schon 3 oder 4 Minuspunkte eine Menge Holz. Leider reichen die Aktionen vorne und hinten nicht. Zudem bekommt man sehr oft die gewünschte Aktion nicht mehr, weil sie einem ein anderer Spieler weggeschnappt hat. Ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt. Das Spiel  hält absolut, was es vorher versprochen hatte. Sogar eine Solovariante liegt dem Spiel bei, aber hier wird man nur ein paar wenige Male gefordert sein. Sicher, jeder wurschtelt eigentlich nur auf seinem Plan vor sich hin und man kommt sich nur bei der Aktionswahl ins Gehege, aber jede Partie ist anders als die vorangegangene und deshalb beide Daumen hoch!

 

Akkon - Goldsieber 2007

Akkon - Goldsieber 2007Das Thema und die Schachtel lassen beim Mittelalterfreund sofort Vorfreude aufkommen. Leider löst sich die Freude recht schnell auf: Das Material ist ziemlich daneben (Aufkleber auf den dunklen Klötzen kaum zu erkennen, Texte auf den Karten schwer lesbar und viel zu viel Text). Einem Verlag wie Goldsieber darf so etwas nicht passieren.
Das Thema ist total aufgesetzt; das Spiel komplett abstrakt und mechanisch. Der Spielverlauf zieht sich zäh dahin, denn das Spielende ist schwer abzusehen. Unter 60-90 Minuten ist das Spiel kaum zu schaffen. Dieses beschränkt sich dann darin, dass man seinen Punktestein auf 4 verschiedenen Einflussleisten vor und auch wieder zurück setzt. So weiß ich nicht, wem dieses Spiel überhaupt gefallen soll. Die Säulen von Venedig vom gleichen Autorenduo war noch ein sehr ordentliches Spiel, aber Akkon ist Krampf und Kampf ohne Spielspaß.

 

Alchemist - Amigo 2006

Alchemist - Amigo 2006Der Spielplan ist wunderschön gestaltet, allerdings etwas sehr düster gehalten. Es geht darum mit seinen Zutaten Tränke zu brauen. Dafür bekommt man Siegpunkte und zwar so viele man will (1-10), aber der Clou daran ist, dass nur die anderen Spieler diesen Trank kopieren dürfen und ihrerseits die gleiche Zahl an Siegpunkten einstreichen. Das kann schon mal ganz verzwackt sein, denn man darf in bestimmte Kessel nur bestimmte Zutaten reinpacken und auch keinen Trank zweimal brauen. Am Ende (ca. 45-60 Minuten - mit mehr Spielerfahrung sicher nicht über 30 Minuten) gibt es noch Sonderpunkte für die Zutat, die während dem Spiel am meisten verwendet wurde. Ein sehr kurzweiliges aber mitunter auch verkopftes Spiel mit einem eher abstrakten Hintergrund. Erst nach mehrmaligem Spiel bekommt man ein Gefühl, welche Aktionen sinnvoll sind und man lernt die Siegpunktevergabe besser einzuschätzen.

 

Amyitis - Ystari 2007

Amyitis - Ystari 2007Die 2007er Neuheit von Ystari ist scheinbar ein weiteres Schwergewicht mit sehr vielen Optionen der Siegpunktgewinnung und Maximierung. Leider kann es nicht so recht überzeugen. Woran liegt das? Das Spiel ist staubtrocken, hat null Atmosphäre (man könnte es auch leblos nennen) und bietet nichts Innovatives. Das eigentliche "Spiel" kommt zu kurz, denn es ist einfach nur anstrengend sich über die Spielpläne zu quälen. Dazu kommt ein Cover, das dem interessierten Spieler ein Fantasyspiel vorgaukelt und optisch überhaupt nicht zum eigentlichen Spiel passt. Beim Namen hat sich der Verlag bekanntermaßen selbst Fesseln auferlegt, indem er stets die Buchstaben Y und S im Titel haben möchte, was hier leider ziemlich bescheuert klingt. Bisher für meinen Geschmack das schwächste Ystari - Spiel.

 

Angkor - Schmidt Spiele 2005

Angkor - Schmidt Spiele 2005 Angkor bietet sehr leichtere Kost mit hohem Glücksfaktor. Ich fands sehr langweilig... gute Plättchen bei mir, schlechte bei den anderen anlegen und irgendwann ist es plötzlich aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass selbst Familien mit diesem Spiel länger Spaß haben könnten.

 

Antike - Eggert Spiele 2005

Antike - Eggert Spiele 2005 Antike hat mir sehr gut gefallen. Gerade die Einfachheit der Regeln und das nicht zwingende Erobern müssen fand ich sehr gut. Nur gegen Ende lief es auf ein "Hin- und Hergekloppe" hinaus. Möglicherweise ist das bei mehr Spielern etwas anders. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind etwas begrenzt und das Material - so reichhaltig es sein mag ist doch "nur" Standardware (Carcassonnemännchen, Siedlerschiffe...)

 

Arche Opti Mix - Doris & Frank 2005

Arche Opti Mix - Doris & Frank 2005 Wir versuchten uns an Arche Opti Mix mit dem wunderschönen Material von Doris & Frank. Der Einstieg und die vielen Legeregeln wurden bereits mehrfach bemängelt, aber ich finde gegen Ende der ersten Partie hat man es fast schon drauf. Schöne Mischung aus Mehrheiten- und Ablegespiel. Muss öfter auf den Tisch kommen!

 

Assyria - Ystari 2009

Assyria - Ystari 2009 Beginnend mit einer Basis breiten sich die Spieler Runde für Runde aus, indem auf den Spielplanfeldern Hütten errichtet werden. Diese gilt es jede Runde zu versorgen, was eigentlich nicht möglich ist. So gibt es ständige Positionswechsel. Die Hütten geben schnelle Siegpunkte, bestimmte Konstellationen erlauben den Brunnenbau (= viele Punkte) und Hütten auf Flussfeldern bringen Kamele (= Währung). Diese Kamele gibt man dann für seine Aktionen aus. Manche bringen Vorteile im Spiel, die meisten aber bringen Punkte, manche sofort ein paar, andere später eventuell mehr.
Ein weitverzweigtes Geflecht von Abhängigkeiten und großer Mangel stellen den Spieler bei jeder Aktion vor schwierige Entscheidungen. Es gibt viele Arten an Punkte zu kommen, doch welcher Weg ist der richtige? Das lässt sich kaum beantworten. Alles ist irgendwie wichtig aber auch vernachlässigbar - man könnte auch sagen "beliebig". Selten hat man ein so unkommunikatives Spiel vor sich gehabt, bei dem das Grübelpotential so hoch ist. Alles, was das Spiel bietet ist Optimiererei und das reicht nicht unbedingt aus, um sich 2009 aus der Masse deutlich positiv abzuheben. 3-4

 

Aton - Queen Games 2006

Aton - Queen Games 2006Im Vorfeld konnte man bereits einiges über Aton von unserm Berliner Spielerkollegen Torsten Gimmler hören und lesen. Der erste Eindruck: Ganz OK, aber auch kein Brüller. Man muss zwar viel beachten, ist letztlich aber doch sehr von seinen Kartenwerten abhängig. Das alternative Ende halte ich ein wenig für Makulatur, da das Spiel wohl zumeist über die Siegpunkte beendet wird (wie mir von anderen bestätigt wurde).

 

Augsburg 1520 - Alea 2006

Augsburg 1520 - Alea 2006Hier haben wir es fast ausschließlich mit einem Versteigerungsspiel zu tun. Dadurch entwickelt es vermutlich auch in der 4er und 5er Besetzung seinen maximalen Spielspaß.
Das Entwickeln in verschiedenen Bereichen und dass man diese Entwicklung nicht sicher hat verbunden mit der Pflicht Kirche und Dom zu bauen, um nicht bei 25 bzw. 45 Siegpunkten sitzen bleiben zu müssen wissen zu gefallen. Insgesamt scheint das Spiel jedoch etwas flach und schwach auf der Brust. Weitere Runden geben sicher mehr Klarheit. Etwas stärker als Palazzo ist es zwar, jedoch kommt es nicht an Louis XIV heran.

 

Ausgerechnet Buxtehude - Huch & Friends 2005

Ausgerechnet Buxtehude - Huch & Friends 2005 Bei Ausgerechnet Buxtehude geht es darum Deutsche Städte geografisch einzuordnen. Ähnlichkeiten zu Anno Domini sind nicht zu leugnen, es macht auch dementsprechend viel Spaß. Im Gegensatz zu Anno Domini ist man hier etwas mehr aufgeschmissen, wenn man die Deutsche Karte nicht so sehr im Kopf hat. Ich mag es sehr.

 

Banditos - Spiele aus Timbuktu 2002

Banditos - Spiele aus Timbuktu 2002Aus Michael Schachts Eigenverlag ein weiteres "Bastelspiel": Banditos. Es geht darum Reihen zu komplettieren und dadurch die Beute abzugreifen. Der der die letzte Karte einer Reihe anlegt bekommt stets den großen Kuchen. Klingt nicht sonderlich aufregend - ist es auch nicht. Die Kartenhand gibt die Möglichkeiten vor und man wird nahezu komplett gespielt. Belanglose Dutzendware ohne großen Wert. Das können Sie besser Herr Schacht!

 

Batavia - Queen Games 2008

Batavia - Queen Games 2008 Diverse Rezensionen nahmen das Spiel bescheiden auf. Schauen wir einmal, ob sich bei mir das gleiche Urteil bildet.
Die Spieler legen Karten verschiedener Nationen aus. Hat ein Spieler die meisten Karten einer Nation ausliegen, bekommt er den Kontrollstein dieser Nation. Dann setzt er seine Spielfigur auf ein Plättchen, dessen Karten er gerade ausgelegt hat. Eventuell kann er das Plättchen nehmen - es berechtigt eine Einflussfigur zu setzen und später kann man auch die Plättchen zu Punkten machen.
Batavia fühlt sich sehr nach einem "Knizia-Spiel" an, da es ziemlich abstrakt und mathematisch daher kommt (trotz des ansprechenden Designs).
Die Spielzeit bewegt sich bei knackigen 45 Minuten und der aus "Traumfabrik" bekannte Verteilungsmechanismus der Wechsel sorgt immer wieder für ausgewogene Ausgänge bei den Versteigerungen.
Alles in allem ein solides Spiel (man könnte auch gewöhnlich sagen), das allerdings wenig Neues bietet und es somit schwer haben dürfte, sich durchzusetzen.

 

Beowulf (Die Legende) - Kosmos 2005

Beowulf (Die Legende) - Kosmos 2005Eines muss man Reiner Knizia lassen: er entwickelt wirklich die unterschiedlichsten Spieltypen. Ein wenig hat man das Gefühl man hat es hier mit einem zweiten Herr der Ringe zu tun bei dem alle Spieler gemeinsam gegen das Spielsystem spielen, aber hier ist sich doch jeder selbst der nächste und versucht die Abenteuer möglichst schadfrei zu überstehen um am Ende mit den meisten Ruhmespunkten zu glänzen. Leider täuscht die hübsche Grafik und das "aufgeblasene" Thema über einige Spielschwächen hinweg. So entfaltet sich der Spielreiz allerhöchstens in größerer Besetzung (4+). Durch die vorgegebenen Wegpunkte kann ich mir nicht vorstellen das Spiel öfter aus dem Schrank zu holen. Der Ablauf ist dadurch einfach zu starr. Mich hat das Spiel ziemlich enttäuscht.

 

Big Points -  Schmidt Spiele 2008

Big Points -  Schmidt Spiele 2008Mit Big Points melden sich Brigitte und Wolfgang Ditt als Autoren zurück (Nautilus 2002). Wie die "Easy Play" Reihe schon beschreibt, kommt Big Points mit ganz einfachen Regeln daher. Auf einem Parcours bewegt man eine Figur zur nächsten gleichfarbigen Scheibe und darf dann die Scheibe, die vor oder hinter dem Feld liegt nehmen. Allerdings weiß man noch nicht, welche Farbe am Ende die meisten Punkte wert ist. Ein Spiel, das trotz seiner Einfachheit ein gesundes Maß an spielerischer Tiefe vermittelt und dadurch etwas schafft, was nur wenige Spiele schaffen: Es spricht wohl auch den "Vielspieler" an, da genug Raum für taktische Überlegungen geboten ist. Warum in aller Welt muss das Spiel aber sooooo hässlich sein?

 

Blokus -  Sekkoia 2000

Blokus -  Sekkoia 2000Mit diesem Spiel hat der kleine Verlag einen richtig Großen Wurf gelandet. Selten kommt ein Spiel bei Nichtspielern und Freaks gleichermaßen gut an. 
Die Idee eigene Teile nur diagonal angrenzend zu legen ist genau so einfach wie genial. Wer allerdings von zwei Seiten "Druck" bekommt ist hier recht früh verloren. 
Dafür lädt dann gleich die Revanche ein. Eigentlich ein Spiel welches eine 6 Punktewertung verdient hätte. Die Abwertung gibt es für das etwas konstruierte 2- und 3-Personenspiel (wer spielt schon gerne mit zwei Farben bzw. macht abwechselnd einen Zug mit der vierten Farbe? Man hat schon mit seinen eigenen Teilen genug zu kämpfen). Wenigstens das Zweipersonenspiel wird mit Blokus Duo abgedeckt wenn man bereit ist dafür Extrageld auszugeben. Spielbar ist diese Version nämlich auch mit der vorliegenden Ausgabe.

 

Blokus Trigon - Winning Moves 2006

Blokus Trigon - Winning Moves 2006Nach Blokus und Blokus Duo gibt es nun auch Blokus Trigon. Die Teile, die es unterzubringen gilt setzen sich aus Dreiecken zusammen und was noch wichtiger ist: das Spiel ist vor allem für 3 Spieler optimal ausgelegt. Es dauert eine Weile, bis man den Blick für die richtigen Teile hat... so tricky geht es hier zu, aber dann will man sofort eine Revanche. Sehr gelungene Weiterführung des Blokus - Prinzips.

 

Blue Moon City - Kosmos 2006

Blue Moon City - Kosmos 2006 Thematisch baut das Spiel auf die Kartenspielserie auf, allerdings geht das Brettspiel in einer ganz andere Richtung. Die Mechanismen wissen überwiegend zu gefallen und vor allem das Prinzip der "Nachbarschaftserträge" verhindern einen Startspielervorteil. Auch wenn es mich optisch nicht so sehr reizt, gefällt mir das Spiel doch recht gut.

 

Bombay - Ystari 2009

Bombay - Ystari 2009 Öffnet man die Schachtel zum ersten Mal, empfiehlt sich eine Nasenklammer, denn die Elefanten und Plastikpaläste stinken wie eine Chemiefabrik. Als Hingucker ist die Farbe Rosa – so hässlich, dass es schon wieder kultig ist!
Bei Bombay bewegen wir unsere Elefanten über den Spielplan, um Aktionen durchzuführen. Zumeist gilt es Waren vom Markt zu erwerben(jede Runde zufällig gezogen, was auch den „Preis“ bestimmt), um sie in den Städten gegen gutes Geld (=Siegpunkte) abzuliefern. Das ändert dann auch jedes Mal den Ertrag. Außerdem kann man Paläste errichten, die einem Einkünfte bescheren sobald diese passiert werden (erinnert an Raja). Während einer Runde verfügt jeder Spieler über 4 x 3 Aktionspunkte, was nicht wirklich viel ist, wenn ein Bewegungsschritt schon einen Aktionspunkt kostet. Das garantiert zwar eine überschaubare Spieldauer, aber auch ein geringes Erfolgserlebnis während eines Spielzuges.
Bei Spielende ist es dann wichtig, viele Paläste verbaut zu haben, in vielen Städten Waren verkauft zu haben und auch sonst viel Ertrag generiert zu haben. Das spielt sich bedingt spannend und sehr trocken – vor allem, wenn man gerade mal wieder unnötig Aktionen verbraten hat. So bleibt ein recht unbefriedigendes Spielgefühl zurück, obwohl einiges in dem Spiel steckt. Den Vergleich zu Valdora, wo man auch umherzieht, um Aktionen durchzuführen gewinnt Bombay allerdings trotzdem.

 

Boomtown - Face to Face 2004

Boomtown - Face to Face 2004Ein sehr raffiniertes Bietspiel mit Innovativer Geldverteilung... biete ich viel, bekommen die andern davon viel ab, oder passe ich früh, bekomme ich vermutlich von den andern viel ab. Reicht mir die zweite Wahl bei den Karten? Oder ist es wurscht letzter zu sein? In Siedler - Manier wird der Ertrag gewürfelt. Am Ende zählt das Geld, die Bürgermeisterwürden die man inne hält und die Punkte auf seinen ersteigerten Karten.
Hat mich positiv überrascht..

 

Brass - Warfrog 2007

Brass - Warfrog 2007 Anders, als bei den letzten Spielen von Martin Wallace besitzt Brass kein kriegerisches Element. Es geht vielmehr um die Industrialisierung in England. Nach und nach werden zunächst Wasserwege später Eisenbahnwege errichtet, verschiedene Industrieanlagen gebaut und Rohstoffe verarbeitet. 
Das ganze Geflecht steht in sehr engen Abhängigkeiten und sorgt für wohlüberlegte Handlungen der Spieler, bevor eine Aktion ausgeführt werden will. 
Klar, dass das auch seine Zeit dauert. Für das Erstspiel sollte man schon 3 Stunden einplanen - diese sollten sich mit zunehmender Spielerfahrung um 2- 2 1/2 Stunden einpendeln, was so den Spagat zwischen Eurogame und Hardcoregame schafft.
Ich muss sagen, dass das Spiel völlig begeistern kann. Ständig zerreißt es den Spieler, was er mit seinen zwei Aktionen anfangen soll, denn es brennt an allen Ecken und Enden. Die Konkurrenz ist groß und wenn man zu lange mit seinen Planungen wartet, kann es zu spät sein. Die ersten Runden sollte man als Übungsrunden sehen, erst dann entwickelt man das feeling für die sinnvollsten Aktionen. Klasse!

 

Bürger, Baumeister & Co - Abacus 2009

Bürger, Baumeister & Co - Abacus 2009 Bürger, Baumeister & Co wurde zum 150 Jährigen Jubiläum des Frankfurter Saalbaus veröffentlicht. Vom Cover her können wohl nur sehr gute Kenner der Mainmetropole diese auch erkennen.
In verschiedenen Stadtteilen gilt es Gebäude zu errichten (Plättchen zu platzieren). Dafür gibt es zum einen Punkte, zum anderen zusätzlich Geld, oder Extrapunkte. Die Gebäudeplättchen gibt es in 3 verschiedenen Arten, was wichtig für die Punktevergabe ist, denn wenn man sein Plättchen legt, bekommt man zu den Punkten für das Plättchen noch die Punkte für alle anderen Plättchen dieser Art in diesem Stadtteil. In jedem Stadtteil kann auch ein "großes Gebäude" errichtet werden, dazu stellt der Spieler einen seiner Baukräne auf das entsprechende Feld, zahlt eine oder zwei Münzen und erhält Punkte + 4 oder sogar doppelte Punkte. Die Gebäudeplättchen bekommt man über eine Art Marktrondell. Hier liegen immer 5 Plättchen aus, davon bekommt man eines umsonst, die anderen kosten eine oder zwei Münzen. Schluss ist, wenn hier nicht mehr aufgefüllt werden kann.
Man erkennt sofort die Handschrift des Autors (Michael Schacht): kurze Züge, diverse (zu wenig) Wahlmöglichkeiten und eine clevere Wertung bei niedriger Spieldauer und Einstiegshürde. Leider fehlt auch das Thema und das Flair des Spiels, welches es zu etwas Besonderem machen würde. Das Ganze hat den Anschein, als hätte der Autor die Spielidee in seiner Schublade unter "Halbgares" liegen gehabt, denn viel mehr gibt das Spiel leider nicht her.

 

Burgenland - Schmidt Spiele 2008

Burgenland - Schmidt Spiele 2008 Burgenland von Schmidt-Spiele rundet die Easy Play Reihe sehr ansprechend ab. Für mich auf einer Stufe mit Big Points mit dem Handicap, das eben alle Zweipersonenspiele mit sich herumtragen müssen: mehr als 2 geht nicht. Man würfelt und entscheidet sich, welche Aktion man auf dem Zielfeld ausführen möchte. Zumeist wird man seine Burgen erweitern wollen, aber auch ein oder mehrere Extrawürfel sind eine interessante Alternative. Mit Risiko kann man weiterzocken (Würfeln), oder feiwillig seinen Zug beenden, denn wenn man mit der Bewegungsfigur in einen anderen Farbbereich eintreten muss, gibt man ein Burgenteil ab und wer will das schon?

 

Byzantium - Warfrog 2005

Byzantium - Warfrog 2005Ein sehr gutes Spiel von Martin Wallace mit sehr interessanten Mechanismen. Es kommt darauf an die Araber und die Byzantiner gleichmäßig zu unterstützen und somit Siegpunkte für beide Seiten zu bekommen. Das Ganze hat zwar den Touch eines Wargames, ist aber eigentlich möglichst geschicktes Würfelmanagement.
Mir gefällt es, auch wenn es schwer ist erst einmal den Zugang zu finden.

 

California - Abacus 2006

California - Abacus 2006Aua ist das Spiel hässlich! Man muss kein Prophet sein um vorhersagen zu können dass California sehr schnell komplett verramscht und vergessen sein wird. Er beinhaltet einige nette Mechanismen: das ständige Dilemma - nehme ich Geld (mache aber dadurch den anderen Spielern die Gegenstände billiger) oder kaufe ich zu möglicherweise überhöhten Preisen und stehe danach mittellos dar. Nach der ersten Runde hätte ich noch zu einer besseren Wertung tendiert, aber nach 2 Partien ist das hier maximal eine 3

 

Canal Mania - Ragnar Brothers 2006

Canal Mania - Ragnar Brothers 2006Dank Peer komme ich immer wieder in den Genuss die Spiele dieses kleinen aber feinen Verlages kennen zu lernen. Dass es sich thematisch um Kanäle dreht ist eigentlich schnell aus den Köpfen verdrängt. Es ist schlicht ein Eisenbahnspiel. Die Rollenkarten sind recht suboptimal, da man ständig schauen muss was welche Rolle für einen Vorteil bringt und wer sie gerade hat. Einige kleine originelle Mechanismen heben Canal Mania von Spielen wie Volldampf, Railroad Tycoon oder gar Age of Steam ab, wobei es sich von der Spieldauer her angenehm flott spielt.

 

Canyon - Abacus 1997

Canyon - Abacus 1997Eigentlich ein Stichspiel bei dem es darum geht die Anzahl der Stiche vorherzusagen. Anders als bei Wizard ist Canyon in ein richtiges Brettspiel verpackt. Die Belohnung für das richtige Ansagen der Stiche sind nämlich Felder, die den Spieler auf einem reißenden Fluss dem Ziel näher bringt. Mach einer wird das Spiel aufgebläht finden, ich finde es genau richtig. Dafür hat die Schachtel ein so schönes Format..

 

Carcassonne Mayflower - Hans im Glück 2008

Carcassonne Mayflower - Hans im Glück 2008 Mit Carcassonne - Mayflower geht auch 2008 eine eigenständige Carcassonne - Variante an den Start. Wir beginnen das Spiel an einer kleinen Küstenregion, an die neu aufgedeckte Plättchen angelegt werden. Ähnlich dem Urspiel punktet man durch Städte, Straßen, oder für's Spielende mit den Wiesen. Neues Element sind die Landvermesser, die bei einer Wertung jeweils gen Osten weiterziehen, so dort Plättchen vorhanden sind. Alle alten Figuren, die westlich dieser Landvermesser stehen, werden umgehend entfernt und bringen auch keine Punkte. Dadurch ist ein völlig anderes Vorgehen nötig.
Nicht die große Stadt oder Straße, mit Monsterpunkten ist erstrebenswert, sondern schnelle, sichere Punkte. Die Wiesen sind dann ähnlich wichtig wie beim Grundspiel.
Carcassonne - Mayflower bietet absolut nichts Neues - im Gegenteil: Hier hätte es eine kleine Erweiterung (die beiden Figuren und ein paar neue Plättchen getan. So fühlt sich der Carcassonne - Besitzer verarscht.
Noch ein Wort zur Grafik, die von Franz Vohwinkel wunderbar ausgearbeitet wurde: Die Landschaften sind zwar wesentlich hübscher als beim Original, allerdings muten die Städte und übrigen Komponenten sehr wie die Grafik zu einem Computergame an und speziell die Details (Tiere auf den Wiesen, Gehöfte an den Straßen) sind einfach überhaupt nicht richtig zu erkennen. 3 Punkte für's Spiel, einen Abzug für den Nepp.

 

Carcassonne Neues Land - Hans im Glück 2005

Carcassonne Neues Land - Hans im Glück 2005 Carcassonne die x-te. Neues Land bietet die Möglichkeit Figuren einzusetzen oder zu sich zu nehmen - das fand ich ganz gut, aber der Rest (hässliche Grafik, an den Haaren bei gezogene Wertungsmechanismen) fand ich weniger gelungen. Gäbe es Carcassonne nicht, dann wäre das hier möglicherweise noch halbwegs originell. Aber so: muss man nicht haben.

 

Cartagena - Winning Moves 2000

Cartagena - Winning Moves 2000Aus der "hoch - Zeit" von Winning Moves stammt Cartagena. Ein sehr schönes variables Spiel mit genial einfachen Mechanismen. Je nach Variante lässt sich Cartagena locker flockig, oder hart taktisch spielen. Beide Varianten haben je nach Runde und Form ihren Reiz. Ein Klassiker und Dauerbrenner.

 

Cash 'n Guns - Repos Production 2005

Cash 'n Guns -	Repos Production 2005Originell ist es auf jeden Fall und das gewisse Flair kommt durch die Schaumstoffpistolen auf. Man erntet sonderbare Blicke, wenn man C'nG im Lokal spielt (*lach*). Die Meinungen zu dem Spiel indes gehen sehr auseinander. Laune macht diese Zocker- und Blufforgie in der richtigen Runde auf jeden Fall, solange man sich darauf einlässt und mit dem "Waffenaufeinanderzeigen" keine Probleme hat. Mehr kann und darf man nicht erwarten.

 

Castle Merchants - Z-Man Games 2005

Castle Merchants - Z-Man Games 2005 Castle Merchants von Z-Man Games macht optisch einen sehr guten Eindruck, entpuppt sich dann aber  als ein möglichst schnell von A nach B - Laufspiel mit Elementen von Dracheninsel, wobei Dracheninsel durch das Verhandlungselement noch unterhaltsamer ist.

 

Catan, das Würfelspiel - Kosmos 2007

Catan, das Würfelspiel - Kosmos 2007Eine Kniffel - Variante angelehnt an die Siedler von Catan. Die Würfel tragen keine Zahlen, sondern die bekannten Rohstoffsymbole. Es gilt Straßen, Dörfer, Städte und Ritter zu "erwürfeln" dafür gibt es Punkte. Über 15 Runden werden diese angesammelt. Das Ganze ist recht netter Zeitvertreib und für Catanfans sicher sehr ansprechend und kurzweilig. Mir war es ein bisschen sehr belanglos.

 

Caylus Magna Carta - Ystari 2007

Caylus Magna Carta - Ystari 2007 Eines gleich vorweg: es ist ein Klassespiel, das in keiner Spielsammlung fehlen darf... ... wenn da nicht der "große Bruder" wäre. Das Caylus Spielgefühl wird recht gut simuliert, dabei spielt es sich weniger verkopft und einfach lockerer drauflos. Trivial ist es dabei dennoch nicht. Der Vogt kann deutlich gemeiner sein, denn man kann ihn nicht weiter, wie die letzte liegende Karte schieben. Es gibt eine Warensorte weniger und Gold ist etwas leichter zu bekommen. Das Zweipersonenspiel halte ich allerdings nicht für die beste Besetzung, da einige der Gebäudekarten nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Was die Spieldauer angeht, wird man kaum unter 60 Minuten bleiben können, auch nicht zu zweit..

 

Celtica - Ravensburger 2006

Celtica - Ravensburger 2006Celtica von Wolfgang Kramer floppte bei uns total. Wunderschön schaut es ja aus, aber selbst für die lockere Familienrunde dürfte es keinen Dauerspielspaß bieten. Es ist absolut belanglos und vom Zufall geprägt, wer am Ende das Spiel gewinnt. Es wurde einmal die Variante vorgeschlagen es mit offenen Handkarten zu versuchen. Möglicherweise hebt das den Einfluss etwas an. Ein gutes Spiel wird aus Celtica aber so oder so nicht.

 

Cheeky Monkey - Face 2 Face 2007

Cheeky Monkey - Face 2 Face 2007 Ein weiteres kleines "Fun-Game" vom Meister himself Reiner Knizia. Es gibt Chips mit unterschiedlichen Tierarten (jede Art unterschiedlich oft) und man zieht diese aus einem Beutel. sobald man ein Tier doppelt zieht, ist der Fang verloren. Hört man vorher auf, darf man die Tiere behalten und vor sich stapeln. Man verliert allerdings wieder Tiere, wenn eines gezogen wird, das ein anderer Spieler auf seinem Stapel liegen hat.
Der erste Teil ist ziemlich exakt aus Kleine Fische entliehen, der Rest eine Mischung aus Can't Stop und Heckmeck...
Leichte Kost für die ganze Familie und Spieleneulinge und das heißt: Gehirn ausschalten und irgendwie gesellig die Zeit verbringen. Für mich definitiv zu wenig für ein wirklich neues Spiel.

 

Chicago Express - Queen Games 2008

Chicago Express - Queen Games 2008 Von 4 verschiedenen Eisenbahngesellschaften werden Aktien versteigert. Der Erlös fließt aber in die Börse der Gesellschaft. Das Geld kann von einem der Aktienbesitzer genutzt werden, die Strecke auszubauen, oder höherwertiger zu machen. Nach bestimmten Aktionen gibt es eine Ausschüttung. Erreicht die erste Bahn Chicago, kommt eine weitere Gesellschaft ins Spiel: die Wabash Cannonball.
Nun heißt es gut abzuschätzen, wie lange das Spiel noch dauern wird, denn leicht ersteigert man nun Aktien über ihrem Wert.
Chicago Express ist wirklich in einer Stunde gespielt, fühlt sich aber an wie ein großes, abendfüllendes Spiel.
Neulinge bemängeln, dass sie anfangs nicht wissen, was sie sinnvollerweise tun sollen. In der Tat haben die Spieler hier ungewohnt viele Freiheiten. Nach den ersten beiden Partien weiß man diese aber zu schätzen: Kaum ein Spiel gleicht dem anderen und so ist der Wiederspielreiz enorm.

 

Chinesische Mauer - Kosmos 2006

Chinesische Mauer - Kosmos 2006 Die Regeln sind ziemlich verworren und beschreiben ein eigentlich einfaches Spiel unnötig kompliziert. Aber nach der ersten Runde stellt sich der Spielfluss recht schnell ein. Die Funktionen der Karten erinnern ein wenig an Samurai, ohne dass die Chinesische Mauer die Klasse von Samurai annährend erreicht. Zurück bleibt ein zwiespältiges Gefühl, dass sich auch nach der zweiten Runde nicht legte. Ich muss es nicht unbedingt noch einmal spielen.

 

Coloretto Amazonas - Abacus 2005

Coloretto Amazonas - Abacus 2005 Coloretto Amazonas war auch nach zweimaligem Spielen eher eine Qual denn ein Vergnügen. Die Möglichkeiten etwas zu tun sind einfach zu begrenzt um irgendeine Entscheidung zu treffen. Die gezogene Karte gibt meist schon vor was das sinnvollste ist, das man tun kann. Zum Glück ist es dann auch schnell vorbei.

 

Colosseum - Days of Wonder 2007

Colosseum - Days of Wonder 2007Endlich ein neues großes Spiel von Days of Wonder! Und dieses mal endlich eines mit höherem Spielgehalt und großem Wiederspielreiz. Nachdem die letzten Spiele aus diesem Verlag eher nur optisch ansprachen und der Spielreiz schnell auf der Strecke blieb. Ähnlichkeiten mit Fürsten von Florenz sind zwar vorhanden (dafür steht Wolfgang Kramer), aber nicht unbedingt störend, besitzt doch das Spiel reichlich Atmosphäre und bringt sein individuelles Flair rüber. Einzig der große Aufbauaufwand und das Einpacken hinterher trüben etwas den Genuss. Es wollen Plättchen ersteigert werden um damit möglichst wertvolle Aufführungen zu veranstalten. Dabei ist allerdings einiges zu Beachten: die Größe des Stadions, die Art der Plättchen und nicht zuletzt das eigene Budget. Nach mittlerweile einigen Partien ziehe ich die neue Variante des Autorenduos vor, bei dem es möglich ist (genügend Kapital vorausgesetzt) mehrere Plättchengruppen zu ersteigern. Das bringt mehr Pfeffer in die Auktionen und belohnt denjenigen, der mit seinen Finanzen gut haushalten kann.

 

Comuni - Tenki Games 2008

Comuni - Tenki Games 2008 Der Einstieg in das Spiel gestaltet sich als recht schwierig, da es viele Details zu beachten gilt.
Das reine Spiel verschlingt dann gar nicht einmal so viel Zeit: ca. 90 Minuten bei 5 Spielern ist nicht zu viel für ein Spiel solchen Kalibers.
Es geht darum mit seinen Leuten Karten zu erwerben und mit diesen dann Gebäude zu bauen. Dafür erhält man Punkte, sowie Holzwürfel, die einem verschiedentlich von Nutzen sind.
Klingt soweit zwar nicht spektakulär, aber es sind viele Feinheiten, denen man dankbar sein muss, wie z. B. Einem genialen Mechanismus (wenn auch einem recht komplizierten), der einen stark führenden Spieler bremst.
Weiter überzeut vor allem die kleine Asymetrie (jeder Spieler bekommt bei der Produktion andere Bonusrohstoffe). Zu zweit spreche ich nicht unbedingt eine Empfehlung aus - da ist einfach zu wenig los, aber mit mehreren Spielern auf jeden Fall eine Partie wert.

 

Control Nut - James Miller 2003

Control Nut - James Miller 2003 Ein Partnerkartenspiel, bei dem es nicht darauf ankommt seine Karten schnell loszuwerden, sondern möglichst viele Stiche zu machen. Der Clou: vor jeder Runde werden 4 Sonderkarten "versteigert". Geboten wird hier mit Handkarten - man kann also hier schon seinem Partner zeigen was man hat. Bekommt man viele Sonderkarten, fehlen einem möglicherweise gute Spielkarten für die Runde, dafür können die Sonderkarten sehr wertvoll sein und ein paar Extrapunkte garantieren. Gutes Spiel!

 

Cuba - Eggert Spiele 2007

Cuba - Eggert Spiele 2007Was wurden nicht alles für Erwartungen an dieses Spiel geschürt. Nicht zuletzt durch die tolle Ausstattung und die zweifelsohne brillante Grafik. Hier sitzt aber der Knackpunkt: Bei dieser hohen Erwartungshaltung kann selbst ein gutes Spiel eigentlich nur enttäuschen.
Worauf kommt es an? Gebäudebau ist nicht das Zentrale Element, sondern nur eines von vielen Möglichkeiten an Geld, Waren und Siegpunkte zu kommen. Das zu akzeptieren, damit haben einige Spieler Schwierigkeiten, vor allem die, die ein zweites Puerto Rico erwarteten.
Cuba ist sehr darauf ausgerichtet, die verschiedenen Gebäude und Gebäudekombinationen zu verinnerlichen, aber das Aufbauen und Nutzen dieser Gebäudeketten kommt in nur 6 Runden viel zu kurz! Viel entscheidender ist es die richtigen Waren parat zu haben, um beim Verschiffen mächtig Punkte abzusahnen und die Gesetze zu erfüllen. Gebäude sind da eher Beiwerk.
Cuba ist ein grundsolides und auch gutes Spiel, allerdings sehr unoriginelles aufgeblähtes, von Regelwust strotzendes Blendwerk. Rein auf den Spielwert reduziert kann es einfach nicht komplett überzeugen.

 

Cyclades - Matagot 2009

Cyclades - Matagot 2009 Die Spieler kontrollieren 2 Inseln und versuchen ihren Machtbereich effizient zu vergrößern um dann das Spielziel, den Besitz von zwei Metropolen als erster zu erreichen. Zuerst wird den Göttern geopfert, was nichts anderes ist als ein Überbieten. Der Mechanismus ist aus Amun Re bekannt, allerdings hier sehr schön umgesetzt. Danach werden die Fähigkeiten der Götter genutzt: Truppen, Schiffe bewegen und anwerben, Priester- und Philosophenkarten erwerben und mystische Kreaturen beschwören. Für alles benötigen wird Geld benötigt. Viel Besitz bedeutet normalerweise auch hohe Einkünfte, aber auch Begehrlichkeiten.
Cyclades ist kein Spiel für zartbesaitete, denn es wird gekämpft, gestohlen und den Gegnern geschadet wie es nur geht. Das alles aber in mäßig komplizierten Abläufen, sodass sich die Spieldauer mit 90 Minuten angenehm kurz gestaltet. Problem bei dieser Art Spiel: es gewinnt meist der, der am wenigsten in Kämpfe und andere Mißgünste verwickelt wird – so auch hier. Abzüge gibt es trotz des sehr runden Spielablaufs für das etwas unbefriedigende Spielende – Königsmachergefahr und wenig Konkurrenz bei weniger als 4 Spielern.

Bewertung