{"id":3047,"date":"2017-03-14T21:12:15","date_gmt":"2017-03-14T20:12:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/?p=3047"},"modified":"2017-03-14T21:12:15","modified_gmt":"2017-03-14T20:12:15","slug":"san-marco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/index.php\/2017\/03\/14\/san-marco\/","title":{"rendered":"San Marco"},"content":{"rendered":"<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" class=\"klassisch\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/images\/sanmarcocover.jpg\" alt=\"San Marco - Ravensburger\" \/><\/div>\n<p class=\"spielinfo\">Spielerzahl: 3 &#8211; 4<br \/>\nAlter: 10 +<br \/>\nDauer: 60 &#8211; 75 Minuten<br \/>\nAutor: Alan R. Moon, Aaron Weissblum<br \/>\nVerlag: <a title=\"Spieleverlag Ravensburger\" href=\"http:\/\/www.ravensburger.de\/\" target=\"_blank\">Ravensburger<\/a><br \/>\nJahrgang: 2001<\/p>\n<h3>Spielziel\/Einleitung<\/h3>\n<p>Im Spieljahrgang 2000\/2001 schien es den Trend zu geben, Spiele mit dem Thema Venedig zu produzieren. Neben Venezia und Doge haben wir mit San Marco den dritten im Bunde. Dieses Mal aus der Spielschmiede von Alan R. Moon und Aaron Weissblum, die uns schon mit so manchem sehr guten Spiel begl\u00fcckten und zum Beispiel mit dem Amulett den Sprung in die Auswahlliste zum Spiel des Jahres 2001 schafften.<br \/>\nWir befinden uns wie gesagt in der Bl\u00fctezeit Venedigs. Verschiedene Adelsfamilien buhlen um die Gunst des Dogen und versuchen so zu m\u00f6glichst hohem Ansehen zu gelangen. Wer nach dem dritten Durchgang auf der Prestigeleiste am weitesten voran gekommen ist, hat das Spiel gewonnen.<\/p>\n<h3>Beschreibung<\/h3>\n<p>Der Spielplan ist in 6 Stadtgebiete Venedigs aufgeteilt. Dazwischen schl\u00e4ngeln sich die Kan\u00e4le der Lagunenstadt. Jedem Stadtgebiet sind zwei Werte zugeordnet, die angeben, wie viele Prestigepunkte die st\u00e4rkste und die zweitst\u00e4rkste dort vertretene Adelsfamilie erh\u00e4lt, wenn im betreffenden Stadtgebiet der Doge vorbeischaut und es so zu einer Wertung kommt. Au\u00dferdem befindet sich auf jedem Gebiet eine W\u00fcrfelzahl, die eigentlich nur zur Ermittlung der Startaufstellung dient.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" class=\"klassisch\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/images\/sanmarco01.jpg\" alt=\"San Marco - Ravensburger\" \/><\/div>\n<p>Zur Ermittlung der Startaufstellung w\u00fcrfelt jeder Spieler 4 mal und setzt in das betreffende Gebiet pro Wurf 2 Adlige. Des weiteren erh\u00e4lt jeder Spieler eine eigene Br\u00fccke, die er beliebig aufstellen darf.<\/p>\n<p>Der Motor des Spiels sind die Aktionskarten und die Limitkarten (mit den Werten 1,2 und 3), die allerdings eine negative Wirkung haben.<\/p>\n<p>Folgende Aktionskarten sind enthalten:<\/p>\n<p>&#8211; Br\u00fcckenkarte: Mit der Br\u00fcckenkarte bringt man eine Br\u00fccke ins Spiel, welche 2 Gebiete miteinander verbindet. Diese wird mit einem eigenen Adligen markiert, um den Besitzt der Br\u00fccke zuzuordnen.<\/p>\n<p>&#8211; Gebietskarte: Die Gebietskarte ist einem bestimmten Gebiet zugeordnet und berechtigt den Spieler zum Einsatz eines Adligen in das entsprechende Gebiet. \u00dcber eine eigene Br\u00fccke ist es m\u00f6glich, den Adligen sofort in einem Nachbargebiet einzusetzen.<\/p>\n<p>&#8211; \u00dcberl\u00e4uferkarte: Mit der \u00dcberl\u00e4uferkarte darf man einen beliebigen Adligen einer anderen Farbe durch einen eigenen Adligen ersetzen.<\/p>\n<p>&#8211; Verbannungskarte: Mit der Verbannungskarte wird eine Verbannung durchgef\u00fchrt. Dabei wird zun\u00e4chst das Gebiet bestimmt und dann mit dem W\u00fcrfel die Zahl der zu verbannenden Adligen ermittelt. Diese m\u00fcssen dann den Spielplan verlassen. Diese Karte ist mit Vorsicht zu genie\u00dfen, da sie auch eigene Adlige treffen kann.<\/p>\n<p>&#8211; Dogenkarte: Die Dogenkarte berechtigt den Dogen einzusetzen bzw. auf dem Spielplan zu bewegen. Das Gebiet, in dem der Doge zum Stehen kommt, wird gewertet. Der Doge darf \u00fcber beliebig viele eigene Br\u00fccken bewegt werden, oder auch \u00fcber fremde Br\u00fccken allerdings nur durch Abgabe eines Prestigepunktes an den Br\u00fcckenbesitzer. Die Wertung muss ausgef\u00fchrt werden, auch wenn es dem Spieler der Karte nicht unbedingt einen Vorteil bringt.<br \/>\nEs ist fast ausschlie\u00dflich durch den Dogen m\u00f6glich zu Prestigepunkten zu kommen.<\/p>\n<p>&#8211; Die Limitkarten: Mit den Limitkarten werden keine Aktionen ausgef\u00fchrt. Sie werden offen f\u00fcr jeden Spieler gesondert gesammelt. Sollte ein Spieler mit der Summe seiner Limitkarten den Wert 10 erreicht haben, geht ein Durchgang dem Ende entgegen. Eventuell spielen die verbliebenen 2 oder 3 Spieler noch eine Runde alleine. Dann erst ist ein Durchgang beendet.<\/p>\n<p>Ist man an der Reihe, legt man eines seiner Pl\u00e4ttchen auf dem Spielplan ab, und zieht danach wieder eines vom verdeckten Stapel nach. Manche Pl\u00e4ttchen berechtigen zum mehrfachen Legen in einem Zug. Das sind die Schiffspl\u00e4ttchen, das Reiterpl\u00e4ttchen, sowie das Sonderpl\u00e4ttchen Figurentausch. Es ist erlaubt davon beliebig viele in einem Zug auszuspielen, sowie zum Abschluss noch ein gew\u00f6hnliches Pl\u00e4ttchen dazu. Danach zieht man vom verdeckten Stapel ebenso viele Pl\u00e4ttchen nach, bis man wieder 5 St\u00fcck hinter seinem Sichtschirm hat.<\/p>\n<p>Da das Spiel mit drei oder vier Spielern ziemlich unterschiedlich l\u00e4uft m\u00f6chte ich zun\u00e4chst den Ablauf bei 4 Spielern beschreiben, dann kurz auf die \u00c4nderung bei 3 Spielern eingehen.<br \/>\nEin Spieler wird zun\u00e4chst erster Verteiler. Die anderen Spieler werden dann diesem zugelost. Der n\u00e4chste Spieler wird erster Entscheider, es folgen der zweite Verteiler und schlie\u00dflich der zweite Entscheider.<br \/>\nDer erste Verteiler wechselt nach jeder Runde Reihum, die anderen Rollen werden weiterhin ausgelost.<br \/>\nDer Verteiler erh\u00e4lt von den verdeckten Stapeln 5 Aktions- und 3 Limitkarten. Er bildet daraus 2 verschiedene Angebotsstapel, die m\u00f6glichst gleichwertig sein sollten. Die Anzahl der Karten pro Stapel ist beliebig, denn durch Beigabe vieler Limitpunkte kann ein gutes Angebot wieder entscheidend abgeschw\u00e4cht werden.<br \/>\nDie beiden Angebotsstapel gibt der Verteiler seinem Entscheider, der daraus einen ausw\u00e4hlen muss und den anderen dem Verteiler zur\u00fcckgibt. Das machen die beiden Verteiler bzw. Entscheider parallel. Hat jeder Spieler einen Stapel gew\u00e4hlt, beginnt der erste Entscheider das Spiel. Er legt alle Limitkarten offen vor sich ab und f\u00fchrt die Aktionen seiner Aktionskarten in beliebiger Reihenfolge aus. Dann folgen der erste Verteiler, der zweite Entscheider und zu letzt der zweite Verteiler.<br \/>\nBei 3 Spielern formt der Verteiler aus 6 Aktionskarten und 4 Limitkarten 3 verschiedene Angebotsstapel, die er dem ersten Entscheider gibt. Dieser w\u00e4hlt einen aus und gibt dem zweiten Entscheider die beiden verbliebenen Stapel. Zuletzt erh\u00e4lt der Verteiler den \u00fcbrigen Stapel zur\u00fcck.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" class=\"klassisch\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/images\/sanmarco02.jpg\" alt=\"San Marco - Ravensburger\" \/><\/div>\n<p>Wenn 1 oder 2 Spieler mit ihren Limitpunkten 10 erreicht haben, Spieler die anderen Spieler noch genau eine Runde, dann erst endet ein Durchgang. Der Spieler mit den wenigsten Limitpunkten darf eine zus\u00e4tzliche Verbannung durchf\u00fchren.<br \/>\nZudem d\u00fcrfen sich alle Spieler, die noch unter 10 Limitpunkten liegen Prestigepunkte gutschreiben. Und zwar so viele, wie ihre Differenz zwischen den eigenen und den h\u00f6chsten Limitpunkten betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Nach dem dritten Durchgang gibt es eine gro\u00dfe Schlusswertung, in der alle Gebiete durchgewertet werden, dann endet das Spiel.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>\u201eNicht schon wieder ein Mehrheitenspiel\u201c werden einige zun\u00e4chst sagen. Tats\u00e4chlich ist das Spiel selbst nach dem Motto: F\u00fchre Aktionskarten aus und versuche Mehrheiten zu bekommen \u2013 eher Durchschnitt. Den besonderen Kick erlangt das Spiel aber durch das Bilden der verschiedenen Stapel, von denen man stets den schlechtesten selbst zur\u00fcckbekommt. Der st\u00e4ndige Spagat zwischen guten Aktions- und m\u00f6glichtst wenig Limitkarten machen San Marco so interessant.<br \/>\nEin paar Kritikpunkte gibt es aber allemal:<br \/>\nMir kommt es so vor, als w\u00e4re zuerst der sehr gute, fast schon geniale Mechanismus des Kartenverteilens da gewesen und um diesen Mechanismus ein mittelm\u00e4\u00dfiges Spiel konstruiert worden. Das Spiel ist mit 3 Spielern ausgewogener, als mit 4 Spielern, da immer 2 Spieler dazu neigen \u201esch\u00f6n\u201c Zusammenzuspielen, wenn es die Karten zulassen. Bei 3 Spielern sind stets alle Spieler an die Karten einer Runde eingebunden \u2013 wer da einen offensichtlich schlechten Stapel formt wird diesen stets selbst ausf\u00fchren m\u00fcssen und das Spiel verlieren.<br \/>\nDie Verbannungskarten wurden bei unseren Runden als zu stark empfunden. Die paar Adligen, die man \u00fcber viele Runden m\u00fchsam eingesetzt hat, k\u00f6nnen durch den Wurf einer 6 auf einen Schlag weg sein. Ich schlage deshalb vor, bei einer Verbannungskarte nur den halben W\u00fcrfelwurf (oder einen W\u00fcrfel zu basteln mit den Werten: 1,2,2,3,3,4) an Adligen zu verbannen. Das schien uns wesentlich besser zu sein und die Angst, die beim Erscheinen einer Verbannungskarte aufkam etwas zu mindern.<br \/>\nDes weiteren gab es ein paar Unklarheiten, was das Regelwerk angeht, die ohne weiteres nicht zu bereinigen waren (Wie gibt ein Spieler, der mit dem Dogen \u00fcber eine fremde Br\u00fccke ziehen will Prestigepunkte ab, wenn er noch keine hat?)&#8230;<br \/>\nSo bleibt ein Spiel, das trotz einiger M\u00e4ngel ein gro\u00dfes Ma\u00df an Spielspa\u00df bringt und auch \u201eWenigspieler\u201c nicht \u00fcberfordern d\u00fcrfte. Ein Familienspiel ist San Marco gewiss nicht.<\/p>\n<h3>Meine Wertung<\/h3>\n<table width=\"100%\" cellpadding=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"20%\" height=\"20px\">Aufmachung<\/td>\n<td width=\"20%\">Spielbarkeit<\/td>\n<td width=\"20%\">Interaktion<\/td>\n<td width=\"20%\">Einfluss<\/td>\n<td width=\"20%\">Spielreiz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"centerifree\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/img\/w4.gif\" \/><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"centerifree\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/img\/w4.gif\" \/><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"centerifree\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/img\/w6.gif\" \/><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"centerifree\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/img\/w4.gif\" \/><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"centerifree\" src=\"http:\/\/irongames.bplaced.net\/img\/w5.gif\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hall9000.de\/frames\/rezi.html?\/rubriken\/spiele\/rezensionen\/kritiken\/san_marco.htm\" target=\"_blank\">Mehr Wertungen zu diesem Spiel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spielerzahl: 3 &#8211; 4 Alter: 10 + Dauer: 60 &#8211; 75 Minuten Autor: Alan R. 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