{"id":1996,"date":"2017-03-08T10:27:55","date_gmt":"2017-03-08T09:27:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/?page_id=1996"},"modified":"2024-07-01T23:37:01","modified_gmt":"2024-07-01T21:37:01","slug":"palmyra-entstehung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/index.php\/meine-spiele\/palmyra\/palmyra-entstehung\/","title":{"rendered":"Palmyra Entstehung"},"content":{"rendered":"<h6><a href=\"https:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/\">Home <\/a>\u00bb <a href=\"https:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/index.php\/meine-spiele\/\">Spiele <\/a>\u00bb <a href=\"https:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/index.php\/palmyra\/\">Palmyra <\/a>\u00bb Entstehung<\/h6>\n<ul class=\"sub-menu\">\n<li id=\"menu-item-2665\" class=\"menu-item menu-item-type-post_type menu-item-object-page menu-item-2665\"><a href=\"https:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/index.php\/meine-spiele\/palmyra\/palmyra-rezensionen\/\">Palmyra Rezensionen<\/a><\/li>\n<li id=\"menu-item-2664\" class=\"menu-item menu-item-type-post_type menu-item-object-page menu-item-2664\"><a href=\"https:\/\/www.irongames.de\/wordpress\/index.php\/meine-spiele\/palmyra\/palmyra-entstehung\/\">Palmyra Entstehung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Etwa 3 Jahren vor Ver\u00f6ffentlichung hatte ich die Idee f\u00fcr ein Legespiel, das als reines Kartenspiel konzeptioniert war. Im Kern sollte es 2 verschiedene Auslagen geben: eine zentrale, an der alle Spieler anlegen k\u00f6nnen und eine pers\u00f6nliche, an der nur der Spieler selbst anlegen kann. Das Ganze wurde mit Karten bewerkstelligt. Die Karten zeigten eine bestimmte Anzahl an \u201eFackeln\u201c, die Punkte symbolisieren und eine bestimmte Anzahl Handkarten, die man nachziehen darf. Immer wenn man an eine eigene Auslage anlegt, zieht man Handkarten, legt man an eine zentrale Auslage an, darf man eine oder mehrere Karten seiner eigenen Auslage umdrehen, um daf\u00fcr jede Runde Punkte zu erhalten. Die Zwickm\u00fchle hier: dreht man zu viele Karten um, nimmt man sich die guten Anlegem\u00f6glichkeiten; dreht man zu wenige um, verpasst man punkte m\u00e4\u00dfig den Anschluss. Von der Idee und den ersten Tests mit mir selbst verlief alles sehr vielversprechend.<\/p>\n<p>Die ersten Testrunden am lebenden Menschen daf\u00fcr umso ern\u00fcchternder: zuerst wurde nur bei sich angelegt (= langweilig), bis der Run auf die Punkte losging&#8230; und dann war die Partie auch schon in 2 Runden vorbei. Ich arbeitete noch etwas daran, aber das Kernproblem wurde so nicht behoben. Dazu musste ich mich von dem l\u00f6sen, was das Spiel bisher ausmachte und diese M\u00f6glichkeit sah ich zu der Zeit gar nicht. Nach ein paar weiteren Tests verschwand <b>Palmyra<\/b> in der untersten Schublade..<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ileft alignleft\" src=\"http:\/\/www.irongames.de\/images\/palmyra_proto01.jpg\" \/> Vielleicht ein Jahr sp\u00e4ter stolperte ich wieder \u00fcber <b>Palmyra<\/b>. Ich erinnerte mich an die Probleme. Neben den bekannten, wurde auch die Auslage viel zu gro\u00df mit den Karten. Bevor ich irgend etwas ver\u00e4nderte, brachte ich alle Karten in Pl\u00e4ttchenform. Ich wollte auch weg von der stur quadratischen Form, ohne die allseits beliebten Hexfelder zu verwenden (ist das wie Siedler?). Ich erinnerte mich an ein Spiel, was vor ein paar Jahren als Spiel gefloppt war, dessen Topografie mir aber nachhaltig im Ged\u00e4chtnis blieb: <b>Krone und Schwert!<\/b> Die Landschaft entsteht abwechselnd durch gro\u00dfe Achtecke und dazwischen kleinere Quadrate. Das bietet zus\u00e4tzlich Raum f\u00fcr taktische Kniffe und wirkt ausreichend interessant, da man das noch nicht so oft gesehen hat.<\/p>\n<p>Beim \u00dcbertragen der Karten auf Pl\u00e4ttchen wurde auch gleich das alte System mit 4 Farben und 4 Begebenheiten (z.B. Stra\u00dfe, Geb\u00e4ude&#8230;) abgespeckt: Jetzt gab es nur noch 3 Landschaften mit 3 Begebenheiten. Zu der Zeit hatte noch jedes Pl\u00e4ttchen eine Begebenheit. Weiterhin gab es diese beiden Auslagen (Allgemeine und Pers\u00f6nliche) und keinerlei Zusatzmaterial. Weitere Tests zeigten, dass die Ur-Probleme zwar weniger geworden waren, aber immer noch nicht behoben waren. Es entstand die Idee, sich mit Figuren auf die neu angelegten Pl\u00e4ttchen zu bewegen. Eine Figur von jedem Spieler in der Mitte und eine andere Figur auf der Auslage eines jeden Spielers.<\/p>\n<p>Um die Punkte nach zuhalten, gab es einen Stapel mit Punktechips, der irgendwann ersch\u00f6pft ist (= Spielende). Immer noch drehte man Pl\u00e4ttchen der eigenen Auslage um (= Punkte), wenn man in der Mittelauslage angelegt und sich bewegt hatte und man erhielt neue Pl\u00e4ttchen, wenn man an seiner eigenen Auslage weitergebaut hatte. Das war schon wesentlich besser, aber die Interaktion war noch zu niedrig.<\/p>\n<p>Wieder verschwand das Spiel (dieses Mal nur f\u00fcr Monate), bis bei einem neuerlichen Test Hartmut Kommerell die z\u00fcndende Idee hatte: warum nicht alle Figuren auf der zentralen Auslage! Zuerst dachte ich: das funktioniert ja nicht \u2013 wo dreht man dann Pl\u00e4ttchen um, damit der Punktemotor angeworfen werden konnte. Aber mit intensivem Nachdenken und Gedanken kreisen lassen, entstand die M\u00f6glichkeit bereits gesammelte eigene Pl\u00e4ttchen umzudrehen, um seine Punkteausbeute zu erh\u00f6hen. Das war das Ende der Entwicklungsbremse: jetzt ging es Schlag auf Schlag. Pl\u00e4ttchen ohne Begebenheit entstanden, die M\u00f6glichkeit mehr als nur ein Pl\u00e4ttchen pro Zug zu legen und das \u201ePassen\u201c um seine Figuren umzusetzen. Es gab in der Phase noch jedes Mal die vollen Bonuspunkte f\u00fcr seine umgedrehten Pl\u00e4ttchen, sobald man sich f\u00fcrs Punkten entschieden hatte. Das stellte sich aber als zu heftig heraus. Die sogenannte \u201eAufbauphase\u201c war OK, aber in den finalen Runden wurden leicht mehrfach 12-14 Punkte auf einmal eingefahren und das Spiel war zu pl\u00f6tzlich vorbei. Das wurde in der Sp\u00e4tphase dann noch ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Eigentlich wollte ich <b>Palmyra<\/b> einem Verlag anbieten, allerdings begeisterte mich der Ablauf so sehr, dass ich mich schlie\u00dflich entschied, es selbst zu verlegen. Urspr\u00fcnglich sollte 2013 <b>Pandora Titania<\/b> das Licht der Welt erblicken, aber in der Sp\u00e4tphase (bis M\u00e4rz\/ April 2013) gab es noch einige Baustellen und wenn ich richtig in mich hineinhorchte, war das Spiel noch nicht wirklich auf dem guten Level, das es haben musste, damit ich zufrieden war, deshalb zog ich Palmyra vor.<\/p>\n<p>Problem war jetzt nur: wo finde ich einen Grafiker, der noch so viele freie Ressourcen hat, um das Spiel rechtzeitig zu bewerkstelligen. Gl\u00fccklicherweise konnte Klemens Franz das Spiel in nur 2 Monaten in die fertige Form bringen. Daf\u00fcr bin ich ihn sehr dankbar. Die letzten Feinschliffe betrafen bis kurz vor Ende noch die Regel. Ich dachte zuerst, dass die Regeln hier nicht so viel Arbeit machen w\u00fcrden, aber dass eine Spielregel \u00fcber Erfolg und Misserfolg eines Spiels entscheidet, hatte ich bei <b>Pergamemnon<\/b> bereits erfahren m\u00fcssen. Zu wenige Leute erkannten die Qualit\u00e4t des Spiels in der Form, in der es von mir angedacht war. Die Regeln waren zu umst\u00e4ndlich und schwer zu verstehen, obwohl die Abl\u00e4ufe sehr einfach waren.<\/p>\n<p>Die finale Frage drehte sich lange darum, wie viele Pl\u00e4ttchen man maximal legen darf&#8230; es sollte mehr als nur eines sein, aber auch nicht zu viele, dass monsterm\u00e4\u00dfige Kettenz\u00fcge entstehen k\u00f6nnen. Ich denke hier ist die Balance ganz gut gegl\u00fcckt. Ebenfalls erst kurz vor Schluss hatte ich den Einfall, den Kaiser einzubauen. Zuerst wollte ich ihn voll integrieren, habe dann aber Abstand davon genommen, um den Einstieg zu erleichtern. Man wird sp\u00e4ter denke ich kaum mehr ohne den Kaiser spielen. Uff \u2013 und jetzt war das Spiel auch wirklich erst knapp vor der Spielemesse fertig geworden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home \u00bb Spiele \u00bb Palmyra \u00bb Entstehung Palmyra Rezensionen Palmyra Entstehung Etwa 3 Jahren vor Ver\u00f6ffentlichung hatte ich die Idee f\u00fcr ein Legespiel, das als reines Kartenspiel konzeptioniert war. 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