Wie man PC-Spiele auf Linux 2020 spielt

Werte Freunde von guten Spielen. Vielleicht geht es Ihnen so wie vielen anderen auch. Man besaß lange Zeit einen Windows-PC, doch in Zeiten wie diesen, wo PCs nur noch mit speicherfressenden Windows-Versionen ausgestattet werden, die zudem ziemlich viel Geld kosten, möchte man zumindest beim Computer Geld sparen. Und was passiert? Ehe man sich versieht, hat man einen Rechner ohne Betriebssystem erstanden – oder einen mit Linux. Was nun? Wenn man nicht gerade online, direkt im Browser beste Automatenspiele spielt, sondern mit einem Berg von DVDs dasitzt, braucht man eine Lösung, die es ermöglicht, die Windows-Spiele weiterhin zu nutzen. Doch vorher sollten wir Linux unter die Lupe nehmen.

Linux – heute echt

Vielleicht erinnern Sie sich an die späten 1990er-Jahre. Windows 98 duellierte sich in erster Linie mit den Vorgängerversionen (Windows 3.11). Manchmal gab es auch schon Rechner, die mit Windows 2000 daherkam. Windows XP folgte erst später. Zu jener Zeit gab es eine eher kleine Gruppe von computeraffinen Menschen, die besonders gut darin waren, die Rechenleistung des Computers maximal ausnutzen zu wollen, indem man ein Betriebssystem verwendete, das so gut wie keinen Grafikspeicher belegte. Das bedeutete, dass man, während Windows den Großteil des Arbeitsspeichers und des Grafikspeichers selbst belegte, mit Linux nur einen geringen Teil der Ressourcen belegte. Die ganze Rechenpower stand den Spielen und den Grafikprogrammen zur Verfügung. Das Problem ist: Linux war, wenn man nicht gerade ein grafisches Interface installierte (das auch wieder Speicher belegte), ein befehlsorientiertes Betriebssystem, das nicht gerade benutzerfreundlich war. Die Linux-Anhänger wurden deshalb irgendwie eher als Freaks angesehen und Linux nicht als massentaugliches Betriebssystem. Aber heute? Heute ist das anders.
Linux hat es verstanden, grafische Interfaces zu entwickeln, die speicherschonend sind. Diese sorgen zudem dafür, dass auch jene gut damit arbeiten können, die keine Computergenies sind. Mit einem Linux-Rechner zu arbeiten ist heute viel angenehmer als es einmal war. Und deshalb ist es nicht zwingend schlecht, einen Rechner mit Linux zu haben.

Linux-Rechner und Windows-Spiele

Nun gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die zwar einen Linux-Rechner verwenden und damit ganz gut arbeiten können. Doch diese beklagen, dass Sie auf den Windows-Spielen sitzen, die Sie nun nicht mehr verwenden können. Zumindest glauben Sie das. Der Clou ist, dass Sie das sehr wohl können. Es geht nur nicht, ohne Zwischenlösung. Und diese heißt: „Emulator“. Derlei gibt es verschiedene. Jetzt eine große Auflistung zu machen wäre der falsche Ansatz. Nur so viel. Wenn Sie auf der Plattform von chip.de blättern, finden Sie mehrere Hinweise darauf, wie Sie Programme und Spiele, die für Windows gemacht wurden, unter Linux nutzen. Beispielsweise mit „Wine 1.0“ oder einem sehr schnellen Emulator, der ebenfalls „Wine“ heißt.

Was macht so ein Emulator?

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor. Sie starten erst Ihr Betriebssystem – in dem Fall Linux. Nun brauchen Sie ein Windows, das unter Linux gestartet wird. Dafür sorgt „Wine“. Es reserviert einen Bereich auf der Festplatte und installiert darauf eine Windows-Version. Also nicht wirklich. Aber es tut so als ob. Und wenn Sie „Wine“ starten, können Sie sämtliche Ressourcen Ihres Rechners nutzen, also CD-Laufwerk, USB-Schnittstellen, Soundkarten, Grafikkarten, RAM usw. Es werden alle Hardware-Komponenten unterstützt und die benötigten Treiber dafür installiert. Wenn dieses virtuelle Windows-System unter Linux läuft, können Sie dort bequem die Programme nutzen, die Sie nutzen möchten. Sei es MS Office mit Word, Excel und Powerpoint oder auch alle möglichen Spiele. Egal ob „Siedler“ oder „World of Warcraft“ oder „Fifa“. PC Spiele auf Linux lauffähig zu machen ist weniger schwer als Sie vermuten. Ratgeber und Schritt-für-Schritt Anleitungen zu diesem Thema finden Sie überall. Suchen Sie vielleicht bei Chip danach. Dort dreht sich ohnehin alles um Software und Tipps und Tricks zum Thema Computer.