Wir sind was wir sind

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Wir sind was wir sind Als ein scheinbar normaler Mensch plötzlich tot zusammenbricht, ahnt keiner, dass dieser Oberhaupt einer Kannibalenfamilie war. Der Versorger ist tot… was nun?
Die beiden Söhne kümmern sich fortan mehr schlecht als recht mit der Nahrungsbeschaffung in einem tristen, heruntergekommenen Teil von Mexiko Stadt. Am Ende sind es aber doch die Frauen (Mutter und Schwester), die sich als die anpackenden Personen entpuppen.
Was So finster die Nacht für den modernen Vampirfilm getan hat, soll Wir sind was wir sind für das moderne Kannibalenkino tun. Wer mit dieser Erwartungshaltung den Kinosaal betritt, kann nur enttäuscht werden. Der Beginn weiß zwar zu fesseln, aber zu viel bleibt zu lange im Dunkeln – unausgesprochen und höchst schemenhaft, um sich dann in den letzten 15 Minuten zu entladen. Ein einziger Biss in Menschenfleisch, und dabei nicht einmal in ein vermeintliches Opfer – das ist dann doch ein wenig mau, obwohl sonst mit Gewalt streckenweise kaum gegeizt wird. Warum ist diese Familie so? Was verbirgt sich hinter dem Ritual? Was geschah vorher? Hier findet zu wenig Aufklärung statt, zudem Ungereimtheiten, die gute Ansätze im Keim ersticken. Für die Originalität und das „antimainstreamige“ gibt’s dennoch 4 Sternchen.