5 Jahre Leben

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5 Jahre Leben Unschuldig im amerikanischen Gefängnis auf Guantanamo… das waren einige und so auch der Deutsch/Türke Murat Kurnaz. 5 lange Jahre wurde er verhört und im Kampf gegen Terror ein Geständnis von ihm erwartet, obwohl er dazu nichts zu sagen hatte. Als die Verhörmethoden keine Ergebnisse liefern, wird Verhörspezialist Gail Holford auf ihn angesetzt und versucht sich Kurnaz‘ Vertrauen zu erschleichen.
An der Grenze zur Dokumentation, doch mit einem gesunden Maß an schöpferischer Freiheit wird uns der Haftaufenthalt des Murat Kurnatz erzählt. Hauptaugenmerk liegt neben dem Häftling vor allem auf den Verhörmethoden Holfords. Die Spannung wird dadurch aufrecht erhalten, dass man bis zum Ende nicht weiß, ob aus Kurnatz ein Geständnis herauszupressen ist oder nicht… ob er mit der Al Quaida zu tun hatte, oder nicht bleibt dahin gestellt. Die raffinierten Verhörmethoden werden akribisch dargestellt und das Umfeld aus Häftlingen und Aufsehern mitsamt der willkürlichen Gewalt schafft es, eine gewisse Schockwirkung zu erzielen. In Summe fehlt es allerdings an Recherchearbeit, Darstellung von Fakten und Hintergrundinformationen, dass man sich nach dem Kinobesuch selbst informieren muss. Manche Darstellungen scheinen nur des Effektes wegen vorzukommen (der Zellennachbar mit den amputierten Beinen, Das Töten der Echse…), so bleibt unterm Strich doch nur ein etwas spezieller Film, der nicht jedem zu empfehlen ist. Im Vergleich ist Zero Dark Thirty das deutlich stärkere Machwerk (ähnliches Thema).